„Vom Morgenspaziergang in der Neustadt bis zum Auftritt auf der grossen Bühne“ oder vielleicht „Vom Sonnenschein bis zu Regen und Traufe(r)?“ Wie jedes Jahr trafen wir uns am Montag zum gemeinsamen Frühstück im Restaurant Waldstätterhof. Scheinbar wirkte unser Haufen dort etwas müde was Roly (Bieri) veranlasste mit uns ein morgendliches Frühturnen durchzuführen. Der Mitmacheffekt hielt sich zwar in Grenzen aber die Aktion half zumindest alle im Saal soweit zu wecken, dass den Instrumenten für den ersten Auftritt des Tages die Töne entlockt werden konnten. Nach diesen ersten musikalischen Gehversuchen – mehr war es dann doch nicht - machten wir uns bei schönem Wetter auf den Weg zum ABC-Druck. Ein sehr stimmungsvoller Auftritt wurde mit Apéro verdankt und wir durften sogar mit den „Alt-Chatzen“ deren Marschstück „hau i de Chatz de Schwanz ab“ spielen. Wir wissen diese Ehre sehr zu schätzen. Nach dem Fototermin bei der Lukaskirche spazierten wir zum nächsten Auftritt beim Plan B. Dort angekommen konnten wir dem Sound der Noggeler und Rüüsgussler lauschen ehe wir selber unser Repertoire zum Besten geben durften. Die Verköstigung danach war schlicht hervorragend. Unser erster Auftritt am Abend führte uns in die Buobenmatt wo wir – unterdessen bei Regen – ein Konzert geben durften. Zum Abendessen fanden wir uns wieder im Waldstätterhof ein. Es machte dort schnell die Runde, dass die Altstadt total voll sei und kaum noch ein Durchkommen mit einer Musig möglich sei. Aus diesem Grund hat unser Tambi die Marschformation etwas umgestellt und die Trommeln als „Wand“ vorauslaufen lassen. Er selber stellte sich zwischen Schlag und Bläser in die Musig. Der Menschenauflauf bei unserem Marsch in die Stadt war dann doch nicht so schlimm. Wir durften aber von einigen Passanten hören, dass die veränderte Marschaufstellung zwar ungewohnt erschien aber – vielleicht gerade deswegen – gut ausgesehen habe. Am Weinmarkt wussten wir dann aber weshalb uns erzählt worden war weshalb es kein Durchkommen mehr gäbe. Es herrschte ein regelrechtes „Puff“. Die Wagen der Kult-Ur Fasnächtler füllten praktisch den ganzen Platz und unsere Gastmusig „Steinchocher“ mussten bei sehr beengten Verhältnissen ihr Ständchen bringen. Wie fast jedes Jahr tobte danach noch eine richtige "Konfetti-Schlacht“ beim Wagen. Die fiesen kleinen Papierschnitzelchen dürften so manchen von uns bis nach Hause begleitet haben….Als Abschluss des herrlichen Fasnachtstages spielten wir zusammen mit den Noggeler ein Konzert auf der Guugerbühne am Mühleplatz. Der Platz war sehr gut gefüllt und vor der Bühne herrschte ein richtiges Gedränge um die besten Plätze. Schlicht phänomenal wie es tönt wenn zwei Musigen zusammen ein Stück spielen. Der Sound des gemeinsamen „Rosen“ dürfte so manchen Zuhörer auf seinem Heimweg begleitet haben. An unserem Wagen haben wir dann den Güdismontag ausklingen lassen.

Natalie