201002 WCL Kreuzritter AlteFasnacht 26Wenn in Luzern die Gassen bereits wieder gefegt sind und außer den Konfetti im Bad und auf dem Stubenboden eigentlich nichts mehr an die Lozärner-Fasnacht erinnert, stehen die Basler noch in ihren Startlöchern. Auf Einladung der Schlangenfänger ritten wir am Sonntag morgen geschlossen nach Basel und fanden die Kaserne schlussendlich nach einer atemberaubenden Fahrt durch die engen Gassen.

Dort angekommen deponierten wir unsere Instrumente und bewegten uns am Anfang noch ziemlich vorsichtig in dieser uns fremden Umgebung. Einige mutige Templer wagten sich in die grosse Halle und wurden drinnen mit einem Frühschoppen belohnt. Andre stärkten sich erst mal mit einer feiner Bratwurst und wieder andere genossen einfach nur die Basler-Sonne. Da es bis zu unserem ersten Gefecht noch einige Zeit dauerte, hatten wir die einzigartige Gelegenheit, den Basler Guggen zuzuhören. Die meisten waren überhaupt nicht schlecht. Als die Reihe an uns kam fanden wir drinnen ein ziemlich lustiges und fröhliches Publikum vor, welches zu unseren Klängen hin- und her schwankte. „We are the champions“ spielten wir selbstverständlich nicht für den FC Basel, dann schon eher die Schlachthymne „Ameno“, mit welcher wir wieder ins Freie stießen. Draußen schien die Sonne noch kräftiger als zuvor und vertrieb unsere Fanachtsmüdigkeit. Das Gerücht hielt sich hartnäckig, in der Stadt Basel dürfe man als Guggenmusik nicht im Freien spielen. Nichtsdestotrotz spielten wir eine ganze Weile inmitten des Hofes und durften auf eine stolze Fan-Gemeinde zählen. Dabei wurden wir von einigen Schlangenfängern unterstützt, welche in unsere Lieder problemlos einstimmen konnten. Als dann zum Schluss die Schlangenfänger noch einige Stücke zum besten gaben und wir langsam unsere Sachen packen mussten, viel der Abschied so schwer, dass einige Schlangenfänger mit uns nach Luzern fahren wollten. Nach einigen Metern verließen sie dann trotzdem schweren Herzens unseren Bus. Die Heimfahrt verlief friedlich, wussten wir doch, dass wir uns bald von der blutbesudelten Rüstung trennen konnten.

 

Impressionen von der alten Fasnacht